Michael Thomas

Visualisierte Gedanken.
Gedanken zu dies und jenem, unter anderem zum aktuellen Zeitgeschehen.  Malerei, Bildhauerei, Installationen, Objekte und Fotographie sind die Mittel seiner Wahl, diese Gedanken zu visualisieren.
Die Arbeiten zeichnen sich durch eine starke Reduktion in der Komposition aus. In seiner Malerei schweben die Motive meist auf monochronem Hintergrund und wirken dabei, als seien sie freigestellt. Eine ausgeprägte Ästhetik verschleiert dabei auch durchaus kritische Hintergründe, fast als wolle sie diese dem Betrachter verbergen.

Ein aktueller Schwerpunkt seines Schaffens liegt im skulpturalen Bereich.  Beautiful Destruction nennt er diese Werkphase. Wieder steht der visualisierte Gedanke im Vordergrund. Unzählige Windungen werden in beinahe manischer Perfektion in hölzerne Alltagsgegenstände geschnitten. Dabei speichert er kryptisch seine Gedankenströme darin. Die Objekte nennt er analoge Speichersticks. Lesbar sind diese mit dem aktuellen Status Quo der Technik nicht. Das kommt dem Künstler sehr entgegen, da die gespeicherten Daten auch privater, wenn nicht gar intimer Natur sind. Die Gegenstände werden durch die aufwändige Bearbeitung ihrer ursprünglichen Funktion beraubt und mutieren durch den Zugewinn an Ästhetik zu begehrten Sammlerstücken.