Pressestimmen
Lesen Sie hier was die Presse über unseren Markt schrieb:
"Das Leben in den Zeiten des Glühweins"
von Walter Zauner - SZ 16.12.2000
zur Veröffentlichung freigegeben auf unserer Internet-Seite durch DIZ
"Versteigerungserlös kommt Refugio zugute"
SZ vom 9.12.2000
Eine Versteigerung der Werke der Künstler zugunsten eines gemeinnützigen Projekts
zur Veröffentlichung freigegeben auf unserer Internet-Seite durch Kronewitter
"Alpha landet in der Drachenwelt"
ibe - SZ vom 30.12.2000
- Ivan Saiko und Sigi Bussinger sind zwei von uns... mit einem UFO-
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"Kreative Geschenke in letzter Minute"
von Inés Berber - SZ vom 22.12.2000
zur Veröffentlichung freigegeben auf unserer Internet-Seite durch DIZ
"Eisiges und Streichholz-Kunst"
von Thomas Kronewitter - SZ vom 14.12.2000
- Ein Bericht über unser Kunstzelt-
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Das Leben in den Zeiten des Glühweins
SZ 16.12.2000 - Walter Zauner
Djodjodihöhh! Aus dem Adventstagebuch eines besinnlichen Zechers
Gestern war Freitag vor dem dritten Advent. Um die Woche beschaulich ausklingen zu lassen, habe ich mich mit Peter und Niki auf dem Schwabinger Weihnachtsmarkt verabredet, um mit ihnen ein, zwei Gläser Glühwein zu trinken.
Um 12.15 Uhr komme ich an der Münchner Freiheit an. Peter und Niki sind noch nicht da. Also muss ich wohl oder übel den ersten Glühwein allein trinken. Als die beiden endlich eintreffen, habe ich bereits die zweite Tasse zur Hälfte geleert. Wir unterhalten uns über alte Zeiten und darüber, dass wir uns vor nunmehr vier Jahren auf dem Schwabinger Weihnachtsmarkt genau an diesem Stand beim Glühweintrinken kennengelernt haben. Wir kommen aufs Leben an sich und die Liebe im besonderen zu sprechen. So kommt es sehr schnell zum dritten beziehungsweise kurz später zum vierten Glas Glühwein.
Um 13.45 Uhr muss ich aufbrechen, weil ich schon um zwei mit Thomas auf dem Neuhausener Weihnachtsmarkt am Rotkreuzplatz verabredet bin. Mit ihm trinke ich einen Teisendorfer Weihnachtstrunk, der auf der Grundlage von Früchtetee mit Enzian und Rum gemischt wird. Angeblich eine Chiemgauer Spezialität aus dem 17. Jahrhundert.
Ich genehmige mir zwei Tassen davon, wobei wir uns angeregt über das Leben an sich und die Liebe im besonderen unterhalten. Auf dem Weg zur U-Bahn bleibe ich an einem Stand hängen, der weißen Glühwein auf der Grundlage von Grünem Veltliner aus dem Burgenland anbietet. überzeugt mich überhaupt nicht. Deswegen nur eine Tasse. Dann steige ich in die U-Bahn.
Es ist bereits 15 Uhr sieben, als ich auf dem Giesinger Weihnachtsmarkt eintreffe. Ich besuche ihn dieses Jahr zum ersten Mal. Deswegen kenne ich hier noch niemanden. Aber das macht nichts. Um so besser schmeckt der Zirltaler Winterpunsch auf der Grundlage von Kirschwasser mit Schwarztee. An und für sich zu kräftig für die Tageszeit, obwohl es schon dunkelt. Deswegen bleibt es auch bei einem Glas. Aber den Zirltaler Winterpunsch wird man sich merken müssen.
Um 15.33 Uhr nehme ich den Bus, der mich vom Giesinger Weihnachtsmarkt direkt zum Haidhausener Weihnachtsmarkt am Weißenburger Platz bringt. Ich bin dort mit Hermann verabredet, der sich aber wieder verspätet. Also kaufe ich allein ein Glas Finsterglühwein und stelle mich zu Gleichgesinnten.
Wer Weihnachtsmärkte kennt, weiß, dass es überall Gleichgesinnte gibt. Ich führe ein paar nette Gespräche über das Leben an sich und die Liebe im besonderen. Nach einem warmen Jäger – das ist ein heißes alkoholreiches Getränk auf der Grundlage von Wasser und Kräuterlikör – gehe ich zur S-Bahn und fahre um genau 16. 17 Uhr zum zentralen Weihnachtsmarkt am Marienplatz. Jetzt dunkelt es bereits gewaltig. Trotzdem erkenne ich an einem Glühweinstand Hermann, mit dem ich an sich auf dem Haidhausener Weihnachtsmarkt am Weißenburger Platz treffen wollte. Nach erheblichen Vorwürfen meinerseits versöhnen wir uns bei einem heißen Ratzebutz. Das ist kein einheimisches Getränk. Man trinkt es zur Weihnachtszeit im Badischen. Auf der Grundlage von Bärwurzschnaps und Ingwerlikör.
Andere Länder, andere Sitten!
Gegen 17 Uhr sagt Hermann, ich soll nicht schwächeln und ihn auf den Pasinger Weihnachtsmarkt begleiten. Freilich, sage ich, das ist der nächste Weg für einen, der noch einmal auf dem Schwabinger Weihnachtsmarkt muss. Aber, sagt der Hermann, da gibt’s den feinen schlesischen Christfestschoppen! überredet!
Wir fahren nach Pasing. Aber erwischen blöderweise die S7, die gar nicht nach Pasing fährt, sondern nach Solln. Trotzdem ärgern wir uns nicht, weil wir auf diese Weise auch noch den Mittersendlinger Christkindlmarkt mitnehmen können. Wir kommen mit einer jüngeren Frau bei einem Glühwein ins Gespräch und landen in Kürze beim Leben an sich und der Liebe im besonderen.
Das schlägt dem Hermann aufs Gemüt, und wir brechen jäh zum Pasinger Weihnachtsmarkt auf, den wir um 17 Uhr 55 erreichen. Von dem hochgelobten schlesischen Christfestschoppen bin ich zwar eher enttäuscht, gebe ihm aber noch eine zweite, dritte, gar eine vierte Chance. Aber es ist und bleibt ein süßes, klebriges Zeug. Trotz seiner 38 Prozent. Leicht verärgert setze ich mich deshalb um 18 Uhr 51 in die S-Bahn und fahre über den Weihnachtsmarkt am Marienplatz (hier noch zwei heiße Zitroneningewer-Likör-Gläschen) zum Schwabinger Weihnachtsmarkt, wo Peter und Niki sich nicht mehr über das Leben an sich, sondern nur noch über die Liebe unterhalten.
Ich genehmige mir die zwei letzten Glühweingläser und mache meinen Freunden den Vorschlag, diesen vorweihnachtlichen Abend mit dem schönen Andachtsjodler würdig ausklingen zu lassen. Unser Gesang geht allen ans Gemüt, und so singt bei der vierten Wiederholung bereits der halbe Schwabinger Weihnachtsmarkt mit.
Djodjödlhöhh! sogar der Massimo vom italienischen Stand jodelt mit. Ich umarme ihn, und er lädt mich zu einem sizilianischen „Buon-Natale-Punsch“ ein. Wenn sich meine heute schon arg strapazierten Geschmacksnerven nicht irren: heißer Lambrusco mit viel Ramazotti. Um 19 Uhr gehe ich mit feuchten Augen weg und wende mich entschlossen anderen wichtigen Dingen des Lebens zu, das halt nicht nur aus Weihnachten besteht. Trotzdem allerseits ein fröhliches Djodjodihöhh!
Schwabinger Weihnachtsmarkt - Versteigerungserlös kommt Refugio zugute
SZ 09. 12. 2000
Arbeiten von Künstlern und Kunsthandwerkern des Schwabinger Weihnachtsmarktes werden am heutigen Samstag, 9. Dezember, zwischen 13 und 17 Uhr auf der Bühne an der Münchner Freiheit versteigert. Der Erlös geht an die Refugio-Kunstwerkstatt für Flüchtlingskinder, deren Mitarbeiter derzeit Kunst und Kunsttherapie für 280 betreute Kinder in 13 Münchner Asylunterkünften anbieten. Bei der Versteigerung treten die Breakdance-Gruppe „Street Crazy Styles“ und die singende Mädchengruppe „Wild Sisters“ der Refugio-Kunstwerkstatt auf.
Alpha landet in der Drachenwelt
SZ 30. 12. 2000
Fast sieht es so aus, als hätten die Fabelwesen des Schweizer Künstlers Bruno Weber 29 Jahre auf diesen Moment gewartet. Denn seit der Eröffnung des Tantris in Schwabing im Dezember 1971 stehen die geflügelten Drachen um eine imaginäre Mitte, die nun – allerdings nur für die Nächte um den Jahreswechsel – von einem leuchtenden Stern erfüllt wird. Für Silvester haben die bekannten Münchner Künstler Sigi Bussinger und Ivan Seiko „Alpha“ dem edlen Restaurant vermietet. 850 Flaschen formte das Künstler-Duo zu einer Kugel, die von innen illuminiert wird und so tatsächlich wie ein Stern seine Strahlen ausbreitet. Das Werk hatten Bussinger und Seiko ursprünglich für den Schwabinger Weihnachtsmarkt geschaffen, wo es von der Geschäftsführung des Tantris „entdeckt“ wurde.
Mehr als hundert Möglichkeiten auf der Münchner Freiheit
Kreative Geschenke in letzter Minute
Vor 25 Jahren gründeten eine Handvoll Künstler den Schwabinger Weihnachtsmarkt
SZ 22.12.2000 - Münchner Stadtanzeiger - Von Inés Berber
Es ist doch jedes Jahr das Gleiche: Kaum ist der Sommer-Urlaub vorbei, die Wiesn heil überstanden, steht unvermittelt und viel zu plötzlich Weihnachten vor der Tür. Trotz aller Vorsätze, die Geschenke nie wieder in letzter Minute zu besorgen, steht man zwei Tage vor dem Fest nicht nur ohne Geschenke, sondern vor allem auch ohne die geringste Idee da, was auf dem Gabentisch der Freunde landen könnte.
Wohl dem, der sich an einen Ort erinnert, an dem seit 25 Jahren ein reiner Künstler-Markt seine Zelte beziehungeweise Holzbuden aufgeschlagen hat: Der Schwabinger Weihnachtsmarkt im Forum der Münchner Freiheit. Rund hundert Künstler und zehn Gastronome bieten den Besuchern ein reichhaltiges Angebot.
Vor einem Vierteljahrhundert waren es gerade mal eine Handvoll Künstler, die mit Hilfe der damaligen Bezirksausschussvorsitzenden von Schwabing, Edith Welser-Ude, diesen Markt der besondern Art initiierten. Von Beginn an war er als Künstlermarkt konzipiert. Diesen Anspruch hat er bis heute gehalten, nicht umsonst deshalb, weil sich die Künstler zu dem Verein „Schwabinger Weihnachtsmarkt e. V“ zusammengeschlossen haben.
„Bei uns ist Kreativität gefragt - und die gibt es hier mehr als genug“, betont Ebbe Unterhofer, der Vorsitzende des Vereins. Gewöhnliches oder Alltägliches sucht man hier vergebens: Dafür sorgt schon die Jury, der sich Bewerber um einen Platz in den Holzbuden stellen müssen. „Handwerklich einwandfreie Qualität und individuelle Prägung gehören zum hohen Anspruch unseres Marktes, so Ebbe Unterhofer.
Jedes Jahr haben die Künstler ein Motto, um so dem Markt immer wieder ein neues Gesicht zu geben. Die vier Elemente Luft, Feuer, Wasser und Erde hat die Keramikkünstlerin und Malerin Li Ritz nicht nur als Motto vorgeschlagen, sondern viele Buden eigenhändig mit passenden Ornamenten ausgeschmückt. Für den Bereich des Wasserelemts – hatte sie zum Beispiel im Sommer auf dem Sperrmüll Teile entdeckt, die sie in ein riesiges Aquarium verwandelte mit Fischen, die sie natürlich auch selbst gestaltet hat.
Schmuck in allen Variationen und Preislagen, Bilder, Skulpturen, Lederarbeiten, Seidenmalerei, Drechselarbeiten, Witziges, Irrwitziges und vielleicht auch Kitschiges (je nach Geschmack) kann hier noch die letzten zwei Tage von 12 bis 20 Uhr erworben werden. Für Spätzünder: Sogar an Heiligabend ist der Markt zwischen 11 und 14 Uhr geöffnet.
Schwabinger Weihnachtsmarkt präsentiert besondere Geschenkideen
Eisiges und Streichholz-Kunst
Skulpturen im Kulturzelt an der Münchner Freiheit stoßen auf reges Interesse
SZ 14.12.2000 - Münchner Stadtanzeiger - Von Thomas Kronewiter
„Tolle Sachen“ steht ganz vorn im Gästebuch, der Zustrom der Besucher hält trotz des turbulenten Umfelds auf dem Forum der Münchner Freiheit stetig an. Wie immer sind es vor allem die Skulpturen und Installationen im Kunstzelt auf dem Schwabinger Weihnachtsmarkt, die die Blicke auf sich ziehen. Pfiffige Ideen gibt es (auch bei den Bildern) zuhauf, zumal dies eines der Kriterien für die Kunstkommission der Marktkaufleute ist, wie Sprecher Ralf Kuntze unterstreicht. „Eine künstlerische Aussage müssen die Werke schon haben. “
Bildhauer Kuntze, der lange im italienischen Carrara gelebt und gearbeitet hat, ist selbst unter anderem mit türkischem Basalt und persischem Travertin vertreten. Traditionell bei den Ausstellern ist Holzbildhauer Johannes Hofbauer, auffallend sind Lidia Kleins Streichholz-Installationen „Lauffeuer“, „Freudenfeuer“ und „Feuertanz“. Neben klassischen Acrylgemälden gibt es diesmal auch Airbrush und sogar Kooperationen mehrerer Künstler. So hat Peter Schwenk beim „Nördlichen Polarschlitten“ eine Metallkonstruktion vor hölzernem Hintergrund vorgegeben, der Maler Artur Reutter hat das Werk dann mit dem Pinsel vollendet. Michael Eichins „Eiszeit“ ist vergänglich: Schnee und Eis werden im beheizten Kunstzelt nur durch ein Kühlaggregat erhalten.
Vor acht Jahren unter anderem von Peter Paul Huf gegründet, hat sich das Kunstzelt inzwischen inmitten des bunten Treibens an der Münchner Freiheit etabliert. Anfangs habe man durchaus auch „totalen Kitsch“ gehabt, erinnert sich Ralf Kuntze. Doch sei es über die Jahre gelungen, ein durchgehend hohes Niveau zu erreichen. „Das Kunstzelt wird auch vom Publikum sehr angenommen“, freut er sich. Schwellenangst, die manche etwa vor den etablierten Galerien hätten, komme auf dem Weihnachtsmarkt gar nicht erst auf. Das sei auch für die beteiligten Künstler besonders erfreulich. „Sie sprechen ein Publikum an, das man in der Galerie einfach nicht sieht. “
„Kunst braucht Raum“, ist der Slogan des Zeltes, das im Weihnachtsmarkt längst fest etabliert ist. Denn was die Beschränkung der beengten Weihnachtsbude nicht zulässt, kann sich im großzügigen Raum des Kulturzeltes umso freier entfalten. Die Aussteller, ausnahmslos ausstellende Künstler, versprechen, „den Zeitgeist der heimischen und internationalen Künstler in seiner lebendigen Vielfalt“ zu repräsentieren. Ungewohnte Blickwinkel sind jedenfalls bei der einzigartigen Zusammenschau von Malerei, Bildhauerei und Objektkunst garantiert.
